Politische Forderungen

Das Zukunftsmodell ZMVZ schafft Angebotsvielfalt für Zahnärzte, und dadurch eine nachhaltige, wohnortnahe zahnmedizinische Versorgung. Wir setzen uns für den Erhalt der Angebotsvielfalt ein.

Politische Forderungen des BNZK

Die Mitglieder des BNZK stellen einen Qualitätswettbewerb zu Gunsten von Patienten und eine Angebotsvielfalt für Zahnärzte, und dadurch eine nachhaltige zahnmedizinische Versorgung sicher. Insbesondere auch auf dem Lande, wo niedergelassene Zahnärzte seit langer Zeit Probleme haben, Nachfolger zu finden. Die aktuellen Herausforderungen in der deutschen zahnmedizinischen Versorgung sind vielschichtig:

  • Geringe Bereitschaft, sich durch erforderliche hohe Praxis-Investitionen lange im ländlichen Raum zu binden
  • Wunsch nach Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch flexible Arbeitszeitmodelle – nicht nur die fast 70% weiblichen Studierenden der Zahnmedizin sehen Probleme eine eigene Niederlassung und Familiengründung zu verbinden
  • Hoher administrativer und regulatorischer Aufwand der Praxisführung
  • Wunsch nach mehr kollegialem, fachlichen Austausch im Alltag

Zahnmedizinische Versorgungszentren (ZMVZ) stellen eine Lösung für diese Herausforderungen dar. Über das Organisationsmodell ZMVZ gibt es die Möglichkeit, durch kooperative Zusammenarbeit und Partner für die Finanzierung die Versorgung aufrechtzuerhalten. Mit Partnern für die Finanzierung können ZMVZ mithilfe von angestellten Zahnärzten auch in sehr kleinen Orten wohnortnahe Versorgung sicherstellen, in denen eine Einzelniederlassung nicht mehr tragfähig wäre. Im Verbundmodell können auch solche Praxen modernisiert, und im erforderlichen Umfang pro Woche offengehalten werden.

In ZMVZ können sich Zahnärzte auf die zahnmedizinische Versorgung konzentrieren, da der administrative, kaufmännische und regulatorische Aufwand durch größere Strukturen übernommen wird. Dabei profitieren Zahnärzte überdies von attraktiven Arbeitsbedingungen in ZMVZ, die u.a. Teilzeitmodelle, fachlicher Austausch, wechselseitige Vertretungen und weitgehenden Fortbildungen inkludieren. Umso unverständlicher ist, dass die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung KZBV staatsmedizinische Eingriffe fordert, und die Gründungsmöglichkeiten von MVZ per Gesetz stark einschränken oder gleich gänzlich verbieten möchte. Wir stehen dagegen für einen Qualitätswettbewerb zwischen allen Organisationsformen der Zahnmedizin, von dem sowohl Patienten als auch Zahnärzte und Mitarbeiter profitieren.

Die KZBV formuliert als vermeintlichen Vorwurf, dass 79% der ZMVZ in den Städten, und nur 21% auf dem Land gegründet würden. Da das aber genau der Bevölkerungsverteilung zwischen Stadt und Land entspricht, fällt der Vorwurf nicht nur in sich zusammen. Aus Unterlagen des Thünen-Institutes des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft kann man sogar schließen, dass deutlich mehr als 80% der niedergelassenen Zahnärzte ihre Praxen in den Städten haben, und weniger als 20% auf dem Lande. Deshalb belegt gerade der vermeintliche Vorwurf, dass ZMVZ zur Verbesserung der Versorgung im ländlichen Raum beitragen.

 

  • Wir wollen verhindern, dass Möglichkeiten zur wettbewerblichen Verbesserung der zahnärztlichen Versorgung in der Stadt wie auf dem Lande zerstört werden. Seit 2004 verliert Deutschland mit jährlich steigender Geschwindigkeit Praxen, in 2015 alle zwei Tage drei Praxen. Dieser Verfall muss mit modernen Organisationsformen der Zahnmedizin gestoppt werden.
  • Die Forderungen der KZBV, mit dem in Abstimmung befindlichen Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) die Gründung von ZMVZ durch Krankenhäuser stark einzuschränken, würde massiv die Versorgung im ländlichen Raum schädigen. Es gibt in ländlichen Regionen häufig keine Krankenhäuser mit Kliniken für Mund- Kiefer- Gesichtschirurgie im Umkreis von 25km. Insbesondere in Niedersachsen, Brandenburg und Südbayern wären Investitionen in ZMVZ überhaupt nicht mehr möglich, und damit eine nachhaltige Versorgung des ländlichen Raums de facto gesetzlich untersagt.

ZMVZ stehen für eine nachhaltige und langfristige zahnmedizinische Versorgung in Stadt und Land, hohe zahnmedizinische Standards, moderne technische Ausstattung und größtmögliche Flexibilität als Arbeitgeber. Dieses Zukunftsmodell darf nicht durch den finanzstarken Lobbyismus der KZBV zerstört werden!

Wir sind für Sie da

Der Bundesverband für nachhaltige Zahnheilkunde wurde im September 2018 gegründet. Unsere mittelständischen Mitgliedsunternehmen sind leistungsfähige Zahnarzt-Praxen und Gruppen von Zahnarztpraxen mit höchstem Qualitätsanspruch.

Sie schaffen ein Umfeld, in dem sich die Zahnärzte ganz auf die Versorgung konzentrieren und Angestellte flexibel auf dem neuesten Stand der Technik arbeiten können. Dadurch steigt die Qualität.